Asylnetz Sigmaringen

Ein Lächeln in die Gesichter zaubern

10. März 2016

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Klassenlehrer Christof Rapp und die 9a des Hohenzollern-Gymnasiums trafen sich ausnahmsweise am Samstagnachmittag. Und das nicht in der Schule, sondern im „gelben Haus“ in Laiz.

Es ging um die Übergabe einer Spende in Höhe von 300 Euro und auch darum, dass zwei Schüler ihren „Kollegen“ einmal zeigen konnten, wo sie einen Teil ihrer Freizeit verbringen. Jannis Dippon und Kristina Nazarenas sind als Ehrenamtliche in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge tätig und kümmern sich dort vor allem um Kinder. „Das machen wir jeden Freitagnachmittag zusammen mit einigen Müttern“, erzählen die beiden 15-Jährigen. Spielen, Schlittenfahren, Basteln, das Programm ist nicht festgelegt. „Es macht Spaß und es ist eine gute Gelegenheit, helfen zu können“, sind die beiden jungen Leute überzeugt. Und Jannis sagt einen Satz, der für einen 15-Jährigen wohl eher ungewöhnlich ist: „Man kann damit auch ein Lächeln in die Gesichter zaubern.“ Und das wollte dann auch die ganze Klasse mit einer Aktion vor Weihnachten.

„Die Schüler haben beim Edeka-Markt in der Stadtmitte den Kunden geholfen, ihre Einkäufe zu verpacken und   zum Auto zu bringen“, sagt Lehrer Rapp. Dafür habe es dann kleine Spenden gegeben. Egal ob 50 Cent oder einen Euro, die Arbeit hat sich wohl gelohnt. Mit den gesammelten 300 Euro sollen Freizeitaktivitäten mit Flüchtlingskindern unterstützt werden. Martin Larisch vom Sozialdienst für Flüchtlinge des Caritasverbandes Sigmaringen nahm den symbolischen Scheck im Empfang und dankte den jungen Leuten für ihr Engagement. Und er machte deutlich: Weitere Helfer sind immer gerne willkommen.

In der 9a denkt man bereits über die nächste Aktion nach. „Da fällt uns schon noch was ein“, sind sich die jungen Leute sicher. Und Klassenlehrer Christof Rapp ist überzeugt, dass seine Schüler das auch wahr machen werden.

 

Bild: HZG-Schüler, junge Bewohner vom „gelben Haus“, Betreuer und Lehrer rücken eng zusammen. Mit der 300€-Spende sollen Freizeitaktivitäten unterstützt werden. Bild: Caritas.

(Beitrag von: Karlheinz Fahlbusch für Caritasverband Sigmaringen)

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