Asylnetz Sigmaringen

Fortbildung für Ehrenamtliche

22. Mai 2016

 

Hohe Erwartungen auf allen Seiten, Fremdheitsgefühle und manchmal auch Missverständnisse zwischen Ehrenamtlichen und den Geflüchteten können zu Unsicherheiten und Enttäuschungen führen. Das DRK bietet jetzt erstmals eine Fortbildung an.

Es gibt nun eine Kooperation zwischen dem DRK Kreisverband Sigmaringen und der Volkshochschule Inzigkofen. Die Zusammenarbeit ist zugeschnitten auf Fortbildungsveranstaltungen für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe. Die erste Fortbildungsveranstaltung fand am Samstag, 23. April 2016 in Inzigkofen statt. Dreizehn DRK-Ehrenamtliche ließen sich gemeinsam mit fünf Kollegen anderer Einrichtungen bei einer Ganztagesveranstaltung inklusive Mittagsessen schulen.

Diplompädagogin Ulrike Thrien führte mit spannenden Gruppenaufgaben und Geschichten zum Nachdenken durch den Tag.

Neben dem Gefühl der Bereicherung sind Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe oft auch mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Darum ging es bei der Fortbildung. Wer ehrenamtlich in der Unterstützung von geflüchteten Menschen tätig ist, leistet einen sehr wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Arbeit bei der Unterstützung und Integration der neu Angekommenen. Das Engagement erleben Ehrenamtliche als Bereicherung, gleichzeitig kann es aber auch anstrengend und belastend werden. Hohe Erwartungen auf allen Seiten sowie Fremdheitsgefühle und Missverständnisse zwischen Ihnen und den Geflüchteten können zu Unsicherheiten und Enttäuschungen führen.  An dem Fortbildungstag reflektierten die Kursteilnehmer Faktoren, die Verständnis und Verständigung manchmal erschweren und entwickelten Ideen für einen gelingenden Umgang. Sie erarbeiteten ein Handwerkszeug für eine erfolgreiche Kommunikation und betrachteten Möglichkeiten des Umgangs mit Konflikten. Und sie setzten sich gemeinsam mit der Referentin Ulrike Thrien mit den Möglichkeiten und Grenzen von persönlichem Engagement auseinander und ermittelten den Rahmen, der einen Einsatz ohne Ausbrennen ermöglicht.

(Beitrag von: Alexandra Freund-Gobs vom DRK Sigmaringen)

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