Asylnetz Sigmaringen

300 Unterrichtseinheiten über Deutschland

8. November 2018

Erstorientierungskurs in der Landeserstaufnahmeeinrichtung – in einem Modellprojekt werden in 300 Unterrichtseinheiten landeskundliches Wissen und Deutschkenntnisse vermittelt.

Seit März 2017 führt die Deutsche Angestellten Akademie (DAA) in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) Sigmaringen das Modellprojekt „Erstorientierung und Wertevermittlung“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg durch.

Es ist für alle Pflicht, das Modul „Werte und Zusammenleben“ zu behandeln. Daneben werden weitere fünf Module behandelt:

  • Alltag in Deutschland
  • Orientierung vor Ort/Mobilität
  • Kindergarten/Schule
  • Gesundheit/medizinische Versorgung
  • Einkaufen

Am Ende des Kurses erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung. Werden sie während des Kurses in eine Gemeinschaftsunterkunft verlegt, bekommen sie die Teilnahme-Bestätigung für die jeweils absolvierten Module, sodass sie am neuen Wohnort nur noch die fehlenden Module belegen müssen.

Von Beginn an stieß das Angebot in der LEA auf sehr großes Interesse. Die Bewohnerinnen und Bewohner begrüßen es, durch den Kurs einen strukturierten Tagesablauf in ihrem Alltag zu erhalten. Verbunden mit dem Spracherwerb und den alltäglichen Themen wird damit schon in der LEA die Integration gefördert.

Außerhalb des Kurses finden zusätzlich regelmäßig Exkursionen statt. So wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Dezember 2017 vom damaligen Sigmaringer Bürgermeister Schärer zu einem Besuch ins Rathaus eingeladen. Außerdem besuchten sie im März dieses Jahres die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, wo Professor Dr. Mockenhaupt nach einer Gebäudeführung eine Vorlesung hielt.

Beim Sigmaringer Donau-Staffel-Lauf im Mai 2018 nahmen drei Läuferteams aus den Reihen des Kurses erfolgreich teil. Weitere Projekte wie ein Besuch des Sigmaringer Schlosses sowie der Silvesterlauf sind bereits fest geplant.

 

(Andrea Huthmacher – Regierungspräsidium Tübingen)