Asylnetz Sigmaringen

Musik verbindet Einheimische und Geflüchtete

28. November 2018

Einen musikalischen Nachmittag der besonderen Art gestalteten die Senioren aus Sigmaringen für Bewohnerinnen und Bewohner der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) im Begegnungscafé der LEA.

Unter der Leitung von Bernd Kistmacher trifft sich seit einigen Monaten eine lose zusammengesetzte Gruppe im Seniorentreff in der Schustergasse, um dort gemeinsam zu singen. Dabei entstand die Idee zu einem musikalischen Nachmittag mit Bewohnerinnen und Bewohnern der LEA. Jürgen Schäfer stellte den Kontakt zum Regierungspräsidium her und rasch war mit den Verantwortlichen ein Termin für die Veranstaltung im Begegnungscafé gefunden. Ehrenamtliche des DRK hatten den Raum vorbereitet und liebevoll dekoriert, gemeinnützig tätige Bewohner der LEA hatten für Kaffee und Tee gesorgt.

„Wir möchten keinen Auftritt absolvieren, sondern gemeinsam mit den Bewohnern der LEA singen“, betonte Hans-Jürgen Titze, einer der Organisatoren. Dafür war der Singkreis bestens vorbereitet: die Verantwortlichen verteilten Mappen mit Noten und englischen Liedtexten an alle Anwesenden, sodass auch weniger textsichere Teilnehmer einstimmen konnten.

Das umfangreiche Repertoire erstreckte sich von bekannten Gospels bis zu eingängigen Pop-Songs. Erst war ein eher murmelndes Singen der Bewohner zu vernehmen, wobei die Kinder dann mit den Senioren gemeinsam den Ton angaben. Auch die Erwachsenen ließen sich nach einigem Zögern von der lockeren Stimmung hinreißen und sangen und klatschten begeistert mit.

Gitarrist Bernd Kistmacher erläuterte die Entstehungsgeschichten der Stücke oder informierte über die Interpreten, die diese Lieder teilweise weltbekannt gemacht hatten. Rolf Stricker begleitete die Gitarrenklänge mit Mundharmonika oder Kreuzwender, einem Instrument, das bei den Zuhörern große Bewunderung hervorrief. Mit zwei Cajons unterstützten zwei Bewohner der LEA rhythmisch bei Musik und Gesang. Spontan stimmte ein junges Paar aus dem Irak ein Lied aus der Heimat an und erhielt viel Applaus dafür.

Andrea Huthmacher vom Regierungspräsidium bedankte sich im Namen der LEA-Leitung bei den Musikern, Sängerinnen und Sängern für ihren im wahrsten Sinne des Wortes stimmungsvollen Auftritt und bei den englisch- und französischsprachigen Bewohnern für ihre aktive Teilnahme. Bei einem gemütlichen Ausklang waren sich alle Anwesenden einig: „Wir müssen uns unbedingt wieder zum gemeinsamen Singen treffen!“

 

(Andrea Huthmacher – Regierungspräsidium Tübingen)